200.000 Euro weniger Umsatz

Geschäfte und Bars klagen über Einnahmeausfälle

Das Umsatzminus der Geschäfte, Bars und Restaurants am Flughafen Palma beläuft sich bis April auf 200.000 Euro. Das hat Roberto Germán mitgeteilt, Geschäftsführer der Firma Recyc SA, die für die Konzessionen zuständig ist. Ein Sprecher der 170 Beschäftigten erklärte, dass der Einnahmeausfall am Rückgang der Passagierzahlen am Airport liege. „Weil wir eine Kommission erhalten, sind wir von dem Minus auch direkt betroffen.”

Im laufenden Geschäftsjahr, das für Recyc im Oktober beginnt, genau wie bei den Fluggesellschaften, seien bis einschließlich April 4'4 Millionen Euro umgesetzt worden, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 4'6 Millionen. Die Passagierstatistik des Flughafenbetreibers Aena verzeichnet in den ersten vier Monaten des Jahres ein Rückgang von etwa 20 Prozent. Allein im April wurden mehr als 25 Prozent weniger Fluggäste abgefertigt, das Minus bei den Deutschen lag sogar bei gut 40 Prozent. Das lag allerdings auch daran, dass die Osterfeiertage dieses Jahr schon im März waren.

Für die Geschäfte kein Trost. Die Situation sei „besorgniserregend”, so Germán, doch sein Unternehmen versuche alles, um die Belegschaft nicht reduzieren zu müssen. Sollten die Geschäfte allerdings so weiterlaufen, bliebe nichts anderes übrig. Aena kassiere einen festen Jahresbetrag, so dass es zu „extremen Entscheidungen”, also Entlassungen, kommen werde, um Verluste zu vermeiden. Auf dem Flughafen Son Sant Joan gibt es insgesamt 20 Verkaufsstellen.

Auch in den Duty-Free-Geschäften, die von Aldeasa betrieben werden, ist laut MM-Schwesterzeitung der Umsatz zurückgegangen. Ein Unternehmenssprecher wollte allerdings keine konkreten Zahlen nennen. 2001 habe sich der Gesamtumsatz in Spanien auf 501'02 Millionen Euro belaufen, im Jahr davor waren es noch 438'71 Millionen.

Eine weitere Begründung für die schlechten Geschäfte ist die Tatsache, dass durch viele Sonderangebote ein Publikum angelockt wird, das weniger zahlungskräftig ist. Die Buchungszahlen für den Juni sind auch nicht gerade rosig, so dass die ganze Hoffnung auf der Hochsaison im Juli und August liegt.

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