Inselrat gibt harte Linie auf

Beschränkungen wohl nur für die Küstengemeinden

Kurz vor der parlamentarischen Ratifizierung des Bau-Moratoriums im Inselrat von Mallorca am 22. Januar, ringen Inselrat, Balearen-Regierung und Unternehmerverband CAEB um eine einheitliche Linie. Nach Verhandlungen am vergangenen Dienstag ließen die Beteiligten durchblicken, sie seien gewillt, vom bisher eingeschlagenen Kurs abzuweichen.

Der Sachstand: Das im Sommer beschlossene Moratorium des Inselrates unterbindet den Bau von Mehrfamilien- und Reihenhäusern sowie Appartmentanlagen und bestimmten Hotels. Die Balearen-Regierung schützte ihrerseits den ländlichen Raum (suelo rústico) durch eine Beschränkung der Zahl der Baugenehmigungen und die Erhöhung der Mindestgröße für Baugrundstücke. Die Limitierung soll gelten, bis 2003 ein Landesentwicklungsplan verabschiedet wird.

Nun will der Inselrat seine harte Linie aufweichen. Zwar habe man den Landschaftsschutz 1999 im Koalitionsvertrag festgeschrieben, „aber die Situation hat sich geändert”, so Präsidentin Maria Antònia Munar. Weil sich 60 Prozent der Bautätigkeit auf die Küsten konzentriere, „müssen wir vor allem dort handeln”. Auch Francesc Quetglas (PSOE), seit einigen Monaten Bauminister der Balearen-Regierung will „bestimmte Beschränkungen für Flächen im innerörtlichen Bereich der historischen Siedlungskerne überwinden”. Will heißen: Der Inselrat könnte ein Moratorium beschließen, dass vor allem Küstengemeinden trifft, das Inselinnere aber ausklammert. Bei einer möglichen Einigung wäre das Moratorium der Balearen-Regierung hinfällig.

Das ist auch ein Zugeständnis an die Bauwirtschaft, die eine Beschränkung ihrer Aktivitäten um 40 Prozent befürchtet. Die Unternehmer sprechen sich für eine möglichst baldige Aufhebung der Moratorien und Rechtssicherheit für Investoren aus.

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