Die Dürre ist überstanden

Stauseen der Insel zu 90 Prozent gefüllt

Fast scheint es, als ob der Himmel auf einen Schlag die Versäunisse der letzten Jahre wiedergutmachen will: Für die Stauseen und die Wasserversorgung Mallorcas ist der Regen der vergangenen Tage und Wochen ein wahrer Segen. Seit 1. November ist die Wassermenge in den Reservoirs Cúber und Gorg Blau von 7'07 auf fast 90 Prozent der Kapazität gestiegen.

Angesichts von „Torrentes” (Sturzbächen), die Straßen überfluten, und von Menschen, die sich nur noch mit dem Regenschirm aus dem Haus trauen, wirken die Bilder der Dürre der vergangenen Jahre fast schon unwirklich. Die Trockenperiode begann 1996. Bedenklich wurde die Lage im Sommer 1999. Erschreckende Bilder von verendeten Fischen in teilweise ausgetrockneten Stauseen hielten die Bevölkerung im Sommer 2000 in Atem und mahnten zum Wassersparen. Nicht viel besser war die Lage im vergangenen Sommer und bis zum Beginn der „Regenzeit” im November.

Da die Stauseen in diesen Jahren nicht genug zur Wasserversorgung der Insel hergaben, litten auch die Quellen unter der vermehrten Ausbeutung: Versalzung war an vielen Stellen die Folge. Erst der Bau einer Meerwasserentsalzungsanlage im Sommer 1999 und die Inbetriebnahme von mobilen Entsalzungsstationen im August 2000 schafften Besserung. Seit 7. und bis 24. Januar wird der Betrieb der Anlage in der Bucht von Palma gestoppt, um Reparaturen durchführen zu können.

Wie schnell und drastisch sich das Wetter auf den Balearen und die Wasserversorgungslage ändern können, zeigte sich im November 2001: In nur 30 Tagen stieg die Wassermenge in den Stauseen von sieben auf über 70 Prozent der Aufnahmekapazität an. Trotz nahezu prall gefüllter Wasserspeicher appellierten die Behörden an die Bürger, weiterhin verantwortlich mit dem kostbaren Gut umzugehen.

Der letzte große Regen ging am vergangenen Freitag nieder, als Niederschläge bis zu 145'9 Liter pro Quadratmeter (in Lluc) verzeichnet wurden. Die Kehrseite des heftigen Regens: Verkehrsprobleme. Einige Straßen mussten gesperrt werden. Zum schlimmsten Zwischenfall kam es auf der Strecke Inca-Sencelles, wo ein Torrent über die Ufer getreten war. Die Wassermassen schleiften ein Cabriolet mit, in dem eine deutsche Frau mit ihren zwei Kindern saß. Guardia Civil und Feuerwehr mussten zu Hilfe eilen.

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