Sa Nostra: Wachstum nur 1´5 Prozent

Rezession in den USA und der EU kritischen Punkte der Insel-Ökonomie

Angesichts der weltweiten Konjunkturabkühlung wird das Wirtschaftswachstum auf den Balearen im kommenden Jahr nach Angaben von Sa Nostra nur noch 1'5 Prozent betragen. Damit widersprach die balearische Sparkasse deutlich der Regionalregierung, die für das Wirtschaftswachstum in 2002 vor zwei Wochen 3'5 Prozent prognostiziert hatte.

Die Ökonomie auf dem Archipel bremst infolge zweier kritischer Punkte stark ab: die Rezession in den Vereinigten Staaten und in der Europäischen Union, sagte der Direktor der Sa-Nostra-Stiftung, Miquel Alenyà, zu Wochenbeginn bei der Präsentation der Wirtschaftsstudie der Sparkasse. Die schwache Wachstumserwartung für die Inseln sei ein Erbe der gegenwärtigen Konjunktur mit niedrigeren Zuwächsen als in den ersten beiden Dritteln des laufenden Jahres. Für 2003 wird es allerdings wieder einen Aufschwung geben.

Das diesjährige Wachstum auf den Balearen werde voraussichtlich 2'7 Prozent betragen und mit der spanienweiten Zunahme des Brutto-Inlandsproduktes gleichauf liegen.

Die Erwartungen im Tourismusbereich seien auf den Inseln vor allem von der stagnierenden Nachfrage in Deutschland beeinflusst. Alle Indikatoren deuten somit auf eine allenfalls geringe Zunahme oder sogar einen leichten Rückgang hin, so Alenyà. Nach der Sa-Nostra-Studie sank die Zahl der Übernachtungen in 2001 um 2'3 Prozent. Die mittlere Aufenthaltsdauer verringerte sich um 2'4 Prozent auf 10'1 Tage.

Im Baubereich, dem zweitwichtigsten Wirtschaftssektor der Inseln, werde das Wachstum im kommenden Jahr nur noch 0'5 bis ein Prozent betragen. Für das Gesamtjahr 2001 betrage die Zunahme sechs Prozent, nachdem sie in den ersten beiden Jahresdritteln bei zwölf und im letzten Jahresdrittel bei null Prozent gelegen habe. Für den Dienstleistungsbereich sehen die Experten aufgrund rückläufiger privater Nachfrage ebenfalls einen Wachstumsrückgang von 2'2 Prozent in 2001 auf nur noch ein Prozent im kommenden Jahr voraus. Der Agrarbereich ging um sechs Prozent zurück.

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