(Un-)getrübte Badefreuden

Zwei Havarien in Kläranlagen belasten Meer

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Das Abwasser floss über ein Unterseerohr ins Meer.

Havarien in zwei Kläranlagen haben in den vergangenen Tagen das Meer an zwei Stellen erheblich verunreinigt. In Palma ergossen sich am Montag drei Stunden lang ungeklärte Abwässer ins Meer, in Portals Nous musste die Polizei am Mittwoch nach einer Havarie in einer Pumpstation einen Strand schließen. Die Dreckbrühe war über Felsen ins Meer gelangt.

In Palma hatte ein Stromausfall die „Depuradora” lahmgelegt. Da das Schmutzwasser die Leitungen zu bersten drohte, leitete der Versorgerbetrieb EMAYA die Abwässer per Entlastungsrohr ins Meer. Die braune Brühe gelangte an Palmas Stadtstrand auf Höhe des GESA-Gebäudes etwa ein Kilometer vor der Küste in die Fluten. Ein ovaler Farbfleck im Wasser verunsicherte die Anwohner. Emaya selbst hatte es nicht für nötig gehalten, zu informieren.

Bei Wassertests am Folgetag konnte jedoch keine Verunreinigung festgestellt werden. Einmal mehr hatten Strömung und Wasseraustausch den Dreck so verdünnt und fortgespült, dass er laut EMAYA nicht mehr nachweisbar war.

Dieses ,Naturphänomen' beinflusst auch stets die Wasserproben, die das Gesundheitsministerium in Zusammenarbeit mit Air Berlin im Wochenverlauf zieht, und die in MM veröffentlicht werden. Je nach Ort und Zeitpunkt der Messung kann das Ergebnis von heute auf morgen extrem unterschiedlich ausfallen. Die in der vergangenen Woche gezogenen Proben jedenfalls ergaben bei zwei Ausnahmen überall beste Wasserqualität.

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