Madrid kritisiert Handelsgesetz

Verfassung sehe nur die verpflichtende Kenntnis des Castellano vor

Hat ein Kunde auf den Balearen den Anspruch, in einem Geschäft in katalanischer Sprache bedient zu werden? Über die Antwort auf diese Frage streiten die Provinz-Politiker mit der Zentral-Regierung in Madrid. Hintergrund ist ein in Vorbereitung befindliches Handelsgesetz für die Balearen. Darin soll für die Unternehmen mit mehr als drei Angestellten festschrieben werden, dass wenigstens einer der Mitarbeiter einen Kunden in katalanischer Sprache bedienen kann, wenn dieser es wünscht.

Gegen diese Regelung hat das Madrider Ministerium für öffentliche Verwaltung schriftlich Bedenken angemeldet. Die Verfassung sehe nur die verpflichtende Kenntnis des Spanischen (Castellano) als offizielle Sprache vor, bei weiteren offiziellen Sprachen – wie dem Catalán – sei das nicht der Fall.

Der balearische Vize-Regierungschef Pere Sampol von der linksnationalistischen Unió Mallorquina (UM) kritisierte das Schreiben scharf. Es bestätige, dass im Sprachen-Recht keine Demokratie in Spanien herrsche, so Sampol. Für den Fall, dass Madrid das Gesetz verhindert, kündigte er eine Verfassungsbeschwerde an.

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