Malerei als politische Waffe

Unter dem Titel ,,Volem l'impossible” (,,Wir wollen das Unmögliche”) findet zur Zeit im Casal Solleric in Palma eine Anthologie mit Bildern und Skulpturen des Malers Antoni Miró (Valencia) statt. Die Arbeiten stammen aus den Jahren 1966 bis 2001.

Miró gilt seit Jahren als Rebell der Kunstszene, da-tierend aus seiner deutlichen Kritik am Franco-Regime, an jeder Form von Diktatur; er selbst hält Malerei für eine ,,politische Waffe gegen Barbarei des Krieges, gegen die Verletzung von Menschenrechten, gegen kulturelle Manipulation”. Gleichwohl weiß er, dass auch politische Kunst die Gegebenheiten nicht verändern kann, hofft aber auf eine Veränderung im Denken. Seine eigenen Arbeiten sieht er als ,,meine kleine Absicht, die Gesellschaft zu beeinflussen”.

Die Bandbreite seiner Themen ist groß, reicht von Sex bis zu Tagespolitik, von geschichtlichen Aspekten in Pop-Art-Manier, von der Anklage des Rassismus bis zur ironischen Darstellung vom ,,Geist des Geldes” unter dem Titel ,,Dollar”. Miró sieht sich als ,,Chronist der Wirklichkeit”, nimmt die bildnerischen Zeichen der Massenmedien in ihrer unterschwelligen Wirkung auf die Schippe. Oder er zollt er den großen Vorbildern in der spanischen Malerei – Velázquez, Picasso, Goyá oder Dalí – Respekt. l
,,Volem l'impossible”, Arbeiten von Antoni Miró im Casal Solleric, Palma, am Paseo Borne. Geöffnet bis Ende Mai täglich DiSa 10.30-13.45 u. 17.30-21 Uhr, So und feiertags 10-13.45 Uhr.

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