Keine Lösung im Streit um Huren

Anwohner fordern nächtliches Sperrgebiet

Die afrikanischen Prostituierten in Palmas Avenidas sorgen weiter für Verärgerung bei Politikern und Anwohnern, ohne dass sich eine Lösung im Konflikt abzeichnet. Klarheit besteht nur in einem Punkt: Der Vorschlag aus dem Rathaus – die Prostituierten an der Pferderennbahn Son Pardo außerhalb der Stadt anzusiedeln – ist vorerst vom Tisch. Nun soll eine gemischte Kommission aus Behördenvertretern von Stadtverwaltung, Inselrat, Balearen-Regierung sowie sozial-engagierten Hilfsorganisationen nach einer neuen Lösung suchen. Die Beratungen beginnen nach Angaben aus dem Rathaus allerdings nicht vor Ende des Weihnachtsfestes, das auf Mallorca bis Heilige Drei Könige (6. Januar) dauert.

In der vergangenen Woche hatte Palmas Bürgermeister Joan Fageda (Partido Popular) eine Umsiedlung der Prostituierten an die Trabrennbahn nach Protesten von Frauenorganisationen und Reitvereinen zuletzt ausgeschlossen. Die Rücknahme dieses umstrittenen ,,Lösungsvorschlags” rief daraufhin in der Innenstadt massive Anwohnerproteste hervor. Nachbarschaftsvereine sowie Geschäftsinhaber im Umfeld der Porta de Sant Antoni organisierten eine Demonstration. Mehrere Dutzend Kundgebungsteilnehmer brachten den Verkehr auf den Avenidas für eine halbe Stunde zum Erliegen. Die Demonstranten appellierten an die Behörden, die Prostituierten an einen Ort zu verlagen, ,,wo ihre Aktivitäten keinem Anwohner Schaden zufügen”. Bis dahin solle die Zone nachts für die Huren gesperrt bleiben.

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