Heimpleite für Real Mallorca gegen Málaga

Nach 0:1 Vorletzter / Hartes Programm steht bevor

Mit Diego Tristán in der Sturmspitze hätte Real Mallorca gewonnen. Oder mit Samuel Eto'o. Vielleicht sogar mit Leo Biagini oder Albert Luque. Oder mit einem fitten Finidi George. Oder eine Freistoß-Genialität des Jovan Stankovic hätte wenigstens einen Punkt gerettet. Aber weil alle diese Profis mit Killer-Instinkt vor dem Tor entweder verkauft sind oder verletzt oder in Sydney, kassierte Mallorca am Sonntag mit 0:1 gegen Málaga eine Heimniederlage.

Mit nur einem Punkt und einem einzigen kümmerlichen Tor durch einen abgefälschten Freistoß ziert Mallorca nach drei Spieltagen gemeinsam mit Racing Santander das Tabellenende der Primera División.

Es wird das Geheimnis von Reals Trainer Luis Aragonés bleiben, warum er den einzigen halbwegs gefährlichen Angreifer, den flinken Carlos Dominguez, erst in der 55. Minute aufs Feld schickte. Der trifft zwar auch das Tor nicht, wird aber oft in gefährlicher Position gefoult. Wollte man gegen Málaga, das in etwa das gleiche Niveau wie Mallorca haben mag, nicht auf Sieg spielen? ,,Wir hätten gewinnen müssen”, jammerte der Coach nach dem Schlusspfiff.

Die Andalusier hatten, was Mallorca fehlte: Einen Goalgetter. Dely Valdés aus Panamá, in diesem Sommer aus Oviedo gekommen, nutzte nach einem Schnellangriff einen Stellungsfehler von Olaizola und köpfte in der 52. Minute eine präzise Flanke von Rufete wuchtig in den Maschen. Nostalgie: Rufete wurde von Real vor zwei Jahren abgeschoben.

Zumindest in der zweiten Hälfte sah Reals Mittelfeldspiel ganz ansehnlich aus, die Abwehr stand meist sicher. Aber am Strafraum war Schluss. Und wenn mal eine Flanke vor das Tor kam, war dort niemand, der entschlossen die Chance genutzt hätte.

Schon macht bei Real Mallorca das böse Wort Abstiegskampf die Runde. Angesichts des Programms der nächsten Wochen steht zu befürchten, dass sich die Insulaner im Tabellenkeller fest etablieren: Am Wochenende geht es nach Bilbao, wo Mallorca noch nie gewinnen konnte. Am 15. Oktober kommt Santander zum Keller-Duell. Und danach muss Real der Reihe nach gegen ganz Große ran: zuerst beim Meister in La Coruña, dann gegen den FC Barcelona (29. Oktober) und am 8. Spieltag bei Real Madrid.

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