Unicef-Event: Mallorquiner blieben enttäuscht zu Hause

Treffen von Real und Leverkusen wurde zum Geisterspiel

Es sollte ein toller Event werden: Erstmals wurde in der Begegnung Real-Mallorca gegen Bayer-Leverkusen der Unicef-Fussballpokal ausgespielt, alles stand unter dem Motto ,,Friends 2000", wie sich die Initiative der Münchnerin Nina Sternberg nennt. Leider fanden Spiel und Vorprogramm nahezu unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Statt der erhofften 10.000 Fans kamen geschätzte 3000. Einer der Gründe: Das billigste Ticket für einen Platz in der Kurve kostete im Vorverkauf 3.700 Pesetas (rund 43 DM). Also fand das erste Heimspiel des neuen Real-Mallorca-Kaders ohne die echten Fans statt, die dem Team sonst immer die Daumen drücken. Auch das Programm konnte keinen Spanier hinterm Ofen hervorlocken. Man sprach also auf der Tribüne vorwiegend deutsch, da passte es, dass vor dem Einlaufen der Mannschaften ,,Hände zum Himmel” ertönte.

Seinen wichtigsten Zweck erfüllte der Event jedoch: Es kam Geld in die Kassen von spanischer und deutscher Unicef. Insgesamt 200.000 Mark flossen von ,,Friends 2000”, jeweils weitere 50.000 von der Deutschen Bank 24 und World Line Telecom.

Real Mallorcas erster Auftritt in der neuen Saison vor heimischem Publikum geriet ebenfalls zum Desaster. Die Fans waren beim Testspiel gegen Bayer Leverkusen angesichts exorbitant hoher Eintrittspreise zu Hause geblieben.

Der Club musste sich heftige Kritik anhören, die Organisation der Heimpremiere in fremde Hände gegeben zu haben. Und obendrein kassierte Real Mallorca beim Kick zugunsten der deutschen Unicef gegen den deutschen Vizemeister noch eine 0:4-Packung.

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