Keine Strafe für Entenwerfer

Oberstes Gericht: Regierung muss Bußgeld von 1997 an Gemeinde zurückzahlen

Eine höchstrichterliche Entscheidung gibt den Befürwortern des umstrittenen Entenwerfens in Can Picafort jetzt Rückenwind. Die Gemeinde Santa Margalida, an deren Küste der Touristenort liegt, hat 1997 zu Unrecht ein Bußgeld an das balearische Landwirtschaftsministerium zahlen müssen, stellte der Oberste Gerichtshof der Balearen jetzt fest.

Die Regierung muss die 250.001 Pesetas (2941 Mark) zurückzahlen, die sie der Gemeinde als Bußgeld wegen der Organisation von verbotenen ,,Fiestas con animales”, Feiern mit Tieren, aufgedrückt hatte.

Tierschützer und amtliche Inspektoren halten das Spektakel von Can Picafort für Tierquälerei. Befürworter verweisen auf die Tradition, die aber in diesem neuen Ort kaum 50 Jahre zurückreicht.

Bei der ,,Suelta de Patos”, einer Attraktion der Fiesta Mare de Deu im August, werden von einem Boot aus Enten in hohem Bogen ins Wasser geworfen. Dort schwimmen die Jugendlichen des Ortes und versuchen, eines der Tiere zu greifen. Wem das gelingt, ehe die Ente weggeflogen ist, der schleppt das Federvieh meist unsanft am Hals an den Strand. Die meisten landen im Kochtopf. Viele würden aber im nahen Feuchtgebiet ausgesetzt, sagen die Verfechter.

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